Moderne Frau mit Smartphone in urbaner Umgebung bei Sonnenuntergang, Technologie, Digitalisierung, Stadtleben.

Das Nutzerklima wurde 2026 erstmalig erhoben

Übersicht

Logo vom Nutzerklima-Test UIG e.V.

Digitale Services begleiten Euch im Alltag – vom Ticketkauf über die Ummeldung beim Bürgerbüro bis zur Terminbuchung bei Arzt oder Ärztin. Im Zeitraum vom 1. November bis 30. April 2026 haben Bürgerinnen und Bürger bewertet, wie nutzerfreundliche diese Angebote wirklich sind:

  • Wie nutzerfreundlich sind digitale Angebote im Durchschnitt?
  • Wo liegen die größten Stärken und wo gibt es Nachholbedarf?
  • Wie steht Eure Stadt im bundesweiten Vergleich da?
  • 3,39

    Nutzerklima-Index bundesweit

    Skala 1-5

  • 69,80

    SUS-Score bundesweit

    Skala 1-100

  • 1.972

    Teilnehmende

    aus 251 Städten und Gemeinden

  • 12

    Städte

    im Städte-Ranking

Der Nutzen überzeugt –
das Erlebnis bleibt zurück

Ein Muster zieht sich durch alle Auswertungen: Digitale Services werden als nützlich anerkannt, doch die Qualität des konkreten Nutzungserlebnisses bleibt dahinter zurück. Genau hier liegt das größte Entwicklungspotential.

Ergebnisse im Überblick

Die fünf Dimensionen des Nutzerklimas

Nützlichkeit führt, Erlebnis & Zufriedenheit bilden das Schlusslicht.

Grafik zeigt die fünf Dimensionen des Nutzerklima-Index mit Werten von Bundes- und Ranking-Städten.

Gebrauchstauglichkeit nach Bereich

Freizeit und Tourismus liegen vorn, Gesundheit & Wohlbefinden hinten.

Grafik zeigt SUS-Werte verschiedener Servicebereiche, Umwelt, Gesundheit, Tourismus.

Was Bürgerinnen & Bürger loben

Zeitersparnis und ortsunabhängige Verfügbarkeit liegen vorne.

Grafik zeigt positive Rückmeldungen zu Zeiteinsparung, Verfügbarkeit und Klarheit.

Stärkste & schwächste Aussagen

"Gut auffindbar" bestes, "angenehmes Erlebnis" schlechtestes Einzelitem.

Grafik zeigt bundesweite Einzel-Items Bewertung mit Durchschnittswerten.

Die wichtigsten Befunde in Kürze

  • Solide, aber ausbaufähig: Der Index liegt bundesweit bei 3,39, der SUS-Score bei 69,8 – knapp über dem internationalen Referenzwert von 68.
  • Nützlichkeit vor Erlebnis: Stärkste Dimension ist die Nützlichkeit (3,64), die schwächsten sind Nutzererlebnis (3,19) und Nutzerzufriedenheit (3,22).
  • Digitalkompetenz prägt das Bild:  Wer die eigene Kompetenz als eher gering einschätzt, bewertet das Nutzerklima mit nur 2,68.
  • Größe entscheidet nicht: Rund 1,5 Indexpunkte Spanne zwischen erster und letzter Ranking-Stadt.

Handlungfelder

Nach Häufigkeit der kritischen Freitext-Nennungen.

Tabelle der Handlungsfelder bei UIG e.V. mit Häufigkeiten in Prozent.

Handlungsempfehlungen für Kommunen

Aus den Befunden abgeleitete Maßnahmen.

Übersicht der sechs wichtigsten Handlungsempfehlungen für Nutzerfreundlichkeit.

Wie steht Eure Stadt da?

Zwölf Städte haben die größenabhängige Mindest-Teilnahmezahl erreicht und bilden das Ranking 2026 – sortiert nach dem Nutzerklima-Index. Nicht die Einwohnerzahl entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus Beteiligung, Servicequalität und Nutzungserlebnis.

Das Städte-Ranking

Grafik zeigt Städte in Deutschland mit Einwohnerzahl, Nutzerklima-Index und SUS-Werten.

Rastatt

1

Nutzerklima-Index: 4,17
SUS–Score: 86,7

Ansicht des barocken Gebäudes der UIG e.V. in Seligstadt mit Baum im Vordergrund.

Rastatt führt das bundesweite Ranking mit großem Abstand an und übertrifft den Bundesdurchschnitt um 0,78 Punkte. Besonders die technische Zuverlässigkeit und mobile Nutzbarkeit werden hervorgehoben – drei Viertel der SUS-Befragten vergeben Spitzenwerte. Die Services sind nicht nur funktional, sondern auch für weniger digital erfahrene Nutzende gut zugänglich. Relatives Entwicklungspotenzial zeigt sich beim Nutzererlebnis und der Verständlichkeit.

Edewecht

2

Nutzerklima-Index: 3,52
SUS-Score: 68,0

Modernes Rathaus mit Baum und Skulptur in Deutschland.

Die kleine Gemeinde Edewecht belegt Rang 2 mit einem soliden, durchgängig leicht überdurchschnittlichen Profil. Stärken liegen in der intuitiven Bedienbarkeit und guten Auffindbarkeit der Kernangebote. Das Nutzererlebnis zeigt den größten Vorsprung gegenüber dem Bund, während Zufriedenheit und wahrgenommener Mehrwert noch Luft nach oben lassen. Wegen der kleinen Stichprobe sind alle Werte als Tendenz zu lesen.

Augsburg

3

Nutzerklima-Index: 3,49
SUS-Score: 69,4

Historisches Gebäude der UIG e.V. in Augsburg mit Türmen und Uhr.

Augsburg gehört zur Spitzengruppe und verfügt mit 777 Teilnehmenden über die belastbarste Stichprobe aller Ranking-Städte. Die Nützlichkeit der digitalen Angebote wird klar anerkannt, Auffindbarkeit und Problemlösung zählen zu den stärksten Einzelitems. Das Nutzererlebnis und die Zufriedenheit bilden – wie bundesweit – die schwächsten Dimensionen. Der SUS-Score liegt nahezu auf Bundesniveau, mit einer ausgeprägten Polarisierung zwischen Begeisterten und Enttäuschten.

Greifswald

4

Nutzerklima-Index: 3,47
SUS-Score: 72,1

Luftaufnahme der Stadt mit historischem Rathaus und Altstadt, Deutschland.

Greifswald zeigt ein klar zweigeteiltes Profil: Die funktionalen Grundlagen – Auffindbarkeit, technische Zuverlässigkeit und Nützlichkeit – sind solide bis gut und liegen über dem Bund. Zufriedenheit und Nutzererlebnis hingegen fallen als einzige Dimensionen knapp unter den Bundesdurchschnitt. Der SUS-Score liegt im akzeptablen Bereich über dem Bundeswert, allerdings mit deutlicher Spreizung zwischen zufriedenen und kritischen Nutzenden. Das größte Entwicklungspotenzial liegt im emotionalen Erleben der digitalen Angebote.

Ostfildern

5

Nutzerklima-Index: 3,47
SUS-Score: 75,4

UIG e.V. Turm und historische Gebäude in Deutschland.

Ostfildern überzeugt vor allem durch technische Zuverlässigkeit und einen spürbar wahrgenommenen Mehrwert – der ersparte Behördengang ist das stärkste Einzelitem. Der SUS-Wert liegt deutlich über Bund und Ranking-Mittel, der Median sogar an der Schwelle zum guten Bereich. Die Bedienbarkeit ist als einzige Dimension unter Bundesniveau und zeigt den größten Handlungsbedarf – Verständlichkeit und Auffindbarkeit werden kritisch bewertet. Wegen der kleinen Stichprobe sind die Werte als Tendenz zu lesen.

Karlsruhe

6

Nutzerklima-Index: 3,37
SUS-Score: 72,6

Historisches Schloss Charlottenburg in Berlin mit Garten und Weg.

Karlsruhe liegt knapp unter dem Bundesdurchschnitt, punktet aber mit technischer Zuverlässigkeit und einem breiten, regelmäßig genutzten digitalen Angebot. Die Nützlichkeit liegt exakt auf Bundesniveau, während das Nutzererlebnis mit Abstand die schwächste Dimension ist und alle drei schwächsten Einzelitems aus dieser Dimension stammen. Auffindbarkeit, verständlichere Sprache und durchgängige Digitalisierung sind die zentralen Hebel. Der SUS-Score liegt über dem Bundeswert, bei deutlicher Polarisierung zwischen den Nutzenden.

Kalkar

7

Nutzerklima-Index: 3,36
SUS-Score: 65,9

Das historische Rathaus mit Uhrturm in der Altstadt bei schönem Wetter.

Kalkars auffälligstes Merkmal ist die herausragende Auffindbarkeit – das stärkste Einzelitem im gesamten Ranking mit +0,40 über dem Bund. Auch das Vertrauen in die digitalen Angebote wird überdurchschnittlich hoch bewertet. Dem stehen erhebliche Schwächen bei Sicherheit und Datenschutz sowie bei der technischen Zuverlässigkeit gegenüber. Der SUS-Score liegt unter der Akzeptanzschwelle, mehr als die Hälfte der Bewertungen fällt in den Bereich „Verbesserungsbedarf".

Offenburg

8

Nutzerklima-Index: 3,33
SUS-Score: 68,2

Altes Rathaus mit Blumenfenstern und Uhr auf dem Dach.

Offenburg zeigt eine klare Stärke: Die Bedienbarkeit ist die einzige Dimension über Bundesniveau, getragen von sehr guter Auffindbarkeit und schneller Zielführung. Vier der fünf Dimensionen liegen jedoch unter dem Bund, am deutlichsten die Zufriedenheit – die Weiterempfehlungsbereitschaft ist das schwächste Einzelitem. Der SUS-Wert liegt knapp über der Akzeptanzschwelle, allerdings leicht unter dem Bundeswert. Sicherheitsgefühl und emotionales Erleben sind weitere zentrale Entwicklungsfelder.

Dinklage

9

Nutzerklima-Index: 3,22
SUS-Score: 73,8

Historisches Gebäude der UIG e.V. mit rotem Dach und Fachwerkdetails.

Dinklage weist einen bemerkenswerten Kontrast auf: Während der NK-Index unter dem Bundesdurchschnitt liegt, übertrifft der SUS-Score den Bundeswert deutlich – konkret genutzte Dienste werden also als gut bedienbar erlebt. Das Gesamtklima wird vor allem durch eine schmale Angebotsbreite und einen gering wahrgenommenen Mehrwert belastet. Alle fünf Dimensionen bleiben unter Bundesniveau, am deutlichsten die Nützlichkeit. Auffindbarkeit, einfache Sprache und digitale Teilhabe sind die zentralen Entwicklungsfelder.

Langenau

10

Nutzerklima-Index: 3,03
SUS-Score: 71,6

Historisches Gebäude der UIG e.V. mit Flaggen und Blumentöpfen.

Langenau zeigt einen ausgeprägten Kontrast: Der NK-Index ist der niedrigste dieser Serie, doch der SUS-Median liegt mit 81,3 sogar im guten Bereich – wer die Verwaltung digital nutzt, ist damit vergleichsweise zufrieden. Das schwache Gesamtklima speist sich vor allem aus einem sehr schmalen digitalen Angebot und der geringen Sichtbarkeit der Services. Alle fünf Dimensionen liegen deutlich unter Bundesniveau, am stärksten die technische Zuverlässigkeit. Grundlegende digitale Services fehlen noch, und viele Nutzende wissen kaum, was überhaupt digital verfügbar ist.

Gießen

11

Nutzerklima-Index: 3,00
SUS-Score: 62,5

Historisches Gebäude der UIG e.V. in rotem Backstein mit Turm und Bogenportal.

Gießen belegt den vorletzten Rang mit einem Profil, das über alle Dimensionen und Altersgruppen hinweg unter dem Bundesdurchschnitt bleibt – eine positive Ausnahme gibt es nicht. Die Verwaltungsservices, die am häufigsten genutzten Angebote, werden sogar noch kritischer bewertet als der ohnehin niedrige Stadtschnitt. Auch der SUS-Score liegt unter Bund und Akzeptanzschwelle, fast zwei Drittel der Bewertungen fallen in den Bereich „Verbesserungsbedarf". Durchgängige Digitalisierung, bessere Auffindbarkeit und eine funktionale Terminbuchung sind die drängendsten Handlungsfelder.

Zirndorf

12

Nutzerklima-Index: 2,64
SUS-Score: 56,1

Modernes Gebäude der UIG e.V. mit Glasfassade und Außenanlagen.

Zirndorf bildet das Schlusslicht des Rankings mit dem niedrigsten NK-Index und dem niedrigsten SUS-Score aller zwölf Städte. Die Zufriedenheit bricht mit 2,13 als einzige Dimension in die Einordnung „Ausreichend" ein und liegt mehr als einen Punkt unter dem Bund. Fast drei Viertel der SUS-Bewertungen fallen unter die Akzeptanzschwelle, einige Befragte kennen keinen einzigen digitalen Service ihrer Stadt. Grundlegende Verbesserungen bei Angebotsbreite, Sichtbarkeit, Durchgängigkeit der Prozesse und mobiler Bedienbarkeit sind der dringendste Handlungsbedarf.

Alles zum Download

Bericht, Fragebogen und bereinigte Rohdaten stehen offen zur Verfügung – für Kommunen, Forschung und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Material & Daten

  • Gesamt-Ergebnisbericht

    Bundesweite Auswertung, Methodik und alle Kennwerte.

  • Fragebogen (Printversion)

    Der vollständige Fragebogen als druckfertige A4-Vorlage.

  • Bereinige Rohdaten

    Anonymisiert, ohne Freitexte - für eigene Auswertungen (CSV).

  • Stadtbericht je Ranking-Stadt

    Eigener Einzelbericht für jede der zwölf Ranking-Städte.

  • Wissenschaftlich fundiert entwickelt

    Forschungspartner

    Der Nutzerklima-Test wurde gemeinsam mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik (WIN) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Forschungspartner entwickelt.

    Der Fragebogen basiert auf anerkannten wissenschaftlichen Modellen zur Erklärung und Bewertung der Nutzung digitaler Angebote – darunter das Technology Acceptance Model (TAM), das untersucht, welche Faktoren die Akzeptanz und Nutzung digitaler Services beeinflussen.

    Ergänzend kommen etablierte Messinstrumente der Usability-Forschung zum Einsatz, wie der System Usability Scale (SUS), ein international bewährter Standard zur Bewertung der Gebrauchstauglichkeit digitaler Systeme.

    Durch die Kombination aus theoretischem Modell und validierten Messinstrumenten entstehen belastbare, vergleichbare und praxisrelevante Ergebnisse zur Nutzerfreundlichkeit digitaler städtischer Services.

    Auch im Jahr 2027 wieder!

    Ausblick

    Logo vom Nutzerklima-Test UIG e.V.

    Der eigentlich Wert einer solchen Umfrage wird mit dem Zeitverlauf sichtbar: durch den Vergleich der Daten mit den Vorjahresergebnissen zeigt sich, ob Maßnahmen wirken oder nicht. Für 2027 ist eine Ausweitung der Teilnehmerbasis geplant und Städte aus dem Städteranking können erstmals Veränderungen in ihrem Nutzerklima ablesen. 

    Die Ergebnisse einer Stadt werden nur dann veröffentlicht, wenn eine Mindestanzahl an Teilnahmen erreicht wird:

    > 200.000 EW
    Mind. 100 TN

    100.000 – 200.000 EW
    Mind. 75 TN

    ≤ 100.000 EW
    Mehr als 20 TN

    Was ist geplant?

    Ablauf

    Start der Befragung

    Veröffentlichung Ergebnisse

    1.11.26
    Befragung läuft Auswertung
    1.7.27
    • Dez.
    • Jan.
    • Febr.
    • Mär.
    • Apr.
    • Mai
    • Jun.

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    Historische Kirche in Lesestadt bei Tageslicht mit vorbeifahrendem Bus.

    Wie steht Eure Stadt da?

    Beteiligung

    Hier seht Ihr, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich in den teilnehmenden Städten am Nutzerklima-Test 2026 beteiligt haben (Endstand 30.4.2026).

    Aus 251 Städten sind dabei die Rückmeldungen zusammengekommen, die die Grundlage für das bundesweite Ranking bilden. Allen Teilnehmenden ein herzliches Dankeschön!

    Eure Stadt war diesmal nicht dabei und Ihr möchtet beim nächsten Nutzerklima-Test teilnehmen? Meldet Euch bei uns — wir stellen Euch die nötigen Materialien bereit und unterstützen Euch dabei, dem Nutzerklima-Test auch in Eurer Stadt die nötige Sichtbarkeit zu geben.

    Nutzerklima-Test 2026
    Aktuelle Teilnahmezahlen pro Stadt (Endstand 30.4.)