Nutzerklima-Test 2026
Erstmals gibt es einen bundesweit einheitlichen, wissenschaftlich fundierten Maßstab dafür, wie Bürgerinnen und Bürger die digitalen Services ihrer Stadt erleben. Jetzt sind die Ergebnisse der ersten bundesweiten Erhebung da!

Das Nutzerklima wurde 2026 erstmalig erhoben
Übersicht

3,39
Nutzerklima-Index bundesweit
Skala 1-5
69,80
SUS-Score bundesweit
Skala 1-100
1.972
Teilnehmende
aus 251 Städten und Gemeinden
12
Städte
im Städte-Ranking
Der Nutzen überzeugt –
das Erlebnis bleibt zurück
Ein Muster zieht sich durch alle Auswertungen: Digitale Services werden als nützlich anerkannt, doch die Qualität des konkreten Nutzungserlebnisses bleibt dahinter zurück. Genau hier liegt das größte Entwicklungspotential.
Ergebnisse im Überblick
Die fünf Dimensionen des Nutzerklimas
Nützlichkeit führt, Erlebnis & Zufriedenheit bilden das Schlusslicht.

Gebrauchstauglichkeit nach Bereich
Freizeit und Tourismus liegen vorn, Gesundheit & Wohlbefinden hinten.

Was Bürgerinnen & Bürger loben
Zeitersparnis und ortsunabhängige Verfügbarkeit liegen vorne.

Stärkste & schwächste Aussagen
"Gut auffindbar" bestes, "angenehmes Erlebnis" schlechtestes Einzelitem.

Die wichtigsten Befunde in Kürze
- Solide, aber ausbaufähig: Der Index liegt bundesweit bei 3,39, der SUS-Score bei 69,8 – knapp über dem internationalen Referenzwert von 68.
- Nützlichkeit vor Erlebnis: Stärkste Dimension ist die Nützlichkeit (3,64), die schwächsten sind Nutzererlebnis (3,19) und Nutzerzufriedenheit (3,22).
- Digitalkompetenz prägt das Bild: Wer die eigene Kompetenz als eher gering einschätzt, bewertet das Nutzerklima mit nur 2,68.
- Größe entscheidet nicht: Rund 1,5 Indexpunkte Spanne zwischen erster und letzter Ranking-Stadt.
Handlungfelder
Nach Häufigkeit der kritischen Freitext-Nennungen.

Handlungsempfehlungen für Kommunen
Aus den Befunden abgeleitete Maßnahmen.

Wie steht Eure Stadt da?
Zwölf Städte haben die größenabhängige Mindest-Teilnahmezahl erreicht und bilden das Ranking 2026 – sortiert nach dem Nutzerklima-Index. Nicht die Einwohnerzahl entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus Beteiligung, Servicequalität und Nutzungserlebnis.
Das Städte-Ranking

Rastatt
Nutzerklima-Index: 4,17
SUS–Score: 86,7

Rastatt führt das bundesweite Ranking mit großem Abstand an und übertrifft den Bundesdurchschnitt um 0,78 Punkte. Besonders die technische Zuverlässigkeit und mobile Nutzbarkeit werden hervorgehoben – drei Viertel der SUS-Befragten vergeben Spitzenwerte. Die Services sind nicht nur funktional, sondern auch für weniger digital erfahrene Nutzende gut zugänglich. Relatives Entwicklungspotenzial zeigt sich beim Nutzererlebnis und der Verständlichkeit.
Edewecht
Nutzerklima-Index: 3,52
SUS-Score: 68,0

Die kleine Gemeinde Edewecht belegt Rang 2 mit einem soliden, durchgängig leicht überdurchschnittlichen Profil. Stärken liegen in der intuitiven Bedienbarkeit und guten Auffindbarkeit der Kernangebote. Das Nutzererlebnis zeigt den größten Vorsprung gegenüber dem Bund, während Zufriedenheit und wahrgenommener Mehrwert noch Luft nach oben lassen. Wegen der kleinen Stichprobe sind alle Werte als Tendenz zu lesen.
Augsburg
Nutzerklima-Index: 3,49
SUS-Score: 69,4

Augsburg gehört zur Spitzengruppe und verfügt mit 777 Teilnehmenden über die belastbarste Stichprobe aller Ranking-Städte. Die Nützlichkeit der digitalen Angebote wird klar anerkannt, Auffindbarkeit und Problemlösung zählen zu den stärksten Einzelitems. Das Nutzererlebnis und die Zufriedenheit bilden – wie bundesweit – die schwächsten Dimensionen. Der SUS-Score liegt nahezu auf Bundesniveau, mit einer ausgeprägten Polarisierung zwischen Begeisterten und Enttäuschten.
Greifswald
Nutzerklima-Index: 3,47
SUS-Score: 72,1

Greifswald zeigt ein klar zweigeteiltes Profil: Die funktionalen Grundlagen – Auffindbarkeit, technische Zuverlässigkeit und Nützlichkeit – sind solide bis gut und liegen über dem Bund. Zufriedenheit und Nutzererlebnis hingegen fallen als einzige Dimensionen knapp unter den Bundesdurchschnitt. Der SUS-Score liegt im akzeptablen Bereich über dem Bundeswert, allerdings mit deutlicher Spreizung zwischen zufriedenen und kritischen Nutzenden. Das größte Entwicklungspotenzial liegt im emotionalen Erleben der digitalen Angebote.
Ostfildern
Nutzerklima-Index: 3,47
SUS-Score: 75,4

Ostfildern überzeugt vor allem durch technische Zuverlässigkeit und einen spürbar wahrgenommenen Mehrwert – der ersparte Behördengang ist das stärkste Einzelitem. Der SUS-Wert liegt deutlich über Bund und Ranking-Mittel, der Median sogar an der Schwelle zum guten Bereich. Die Bedienbarkeit ist als einzige Dimension unter Bundesniveau und zeigt den größten Handlungsbedarf – Verständlichkeit und Auffindbarkeit werden kritisch bewertet. Wegen der kleinen Stichprobe sind die Werte als Tendenz zu lesen.
Karlsruhe
Nutzerklima-Index: 3,37
SUS-Score: 72,6

Karlsruhe liegt knapp unter dem Bundesdurchschnitt, punktet aber mit technischer Zuverlässigkeit und einem breiten, regelmäßig genutzten digitalen Angebot. Die Nützlichkeit liegt exakt auf Bundesniveau, während das Nutzererlebnis mit Abstand die schwächste Dimension ist und alle drei schwächsten Einzelitems aus dieser Dimension stammen. Auffindbarkeit, verständlichere Sprache und durchgängige Digitalisierung sind die zentralen Hebel. Der SUS-Score liegt über dem Bundeswert, bei deutlicher Polarisierung zwischen den Nutzenden.
Kalkar
Nutzerklima-Index: 3,36
SUS-Score: 65,9

Kalkars auffälligstes Merkmal ist die herausragende Auffindbarkeit – das stärkste Einzelitem im gesamten Ranking mit +0,40 über dem Bund. Auch das Vertrauen in die digitalen Angebote wird überdurchschnittlich hoch bewertet. Dem stehen erhebliche Schwächen bei Sicherheit und Datenschutz sowie bei der technischen Zuverlässigkeit gegenüber. Der SUS-Score liegt unter der Akzeptanzschwelle, mehr als die Hälfte der Bewertungen fällt in den Bereich „Verbesserungsbedarf".
Offenburg
Nutzerklima-Index: 3,33
SUS-Score: 68,2

Offenburg zeigt eine klare Stärke: Die Bedienbarkeit ist die einzige Dimension über Bundesniveau, getragen von sehr guter Auffindbarkeit und schneller Zielführung. Vier der fünf Dimensionen liegen jedoch unter dem Bund, am deutlichsten die Zufriedenheit – die Weiterempfehlungsbereitschaft ist das schwächste Einzelitem. Der SUS-Wert liegt knapp über der Akzeptanzschwelle, allerdings leicht unter dem Bundeswert. Sicherheitsgefühl und emotionales Erleben sind weitere zentrale Entwicklungsfelder.
Dinklage
Nutzerklima-Index: 3,22
SUS-Score: 73,8

Dinklage weist einen bemerkenswerten Kontrast auf: Während der NK-Index unter dem Bundesdurchschnitt liegt, übertrifft der SUS-Score den Bundeswert deutlich – konkret genutzte Dienste werden also als gut bedienbar erlebt. Das Gesamtklima wird vor allem durch eine schmale Angebotsbreite und einen gering wahrgenommenen Mehrwert belastet. Alle fünf Dimensionen bleiben unter Bundesniveau, am deutlichsten die Nützlichkeit. Auffindbarkeit, einfache Sprache und digitale Teilhabe sind die zentralen Entwicklungsfelder.
Langenau
Nutzerklima-Index: 3,03
SUS-Score: 71,6

Langenau zeigt einen ausgeprägten Kontrast: Der NK-Index ist der niedrigste dieser Serie, doch der SUS-Median liegt mit 81,3 sogar im guten Bereich – wer die Verwaltung digital nutzt, ist damit vergleichsweise zufrieden. Das schwache Gesamtklima speist sich vor allem aus einem sehr schmalen digitalen Angebot und der geringen Sichtbarkeit der Services. Alle fünf Dimensionen liegen deutlich unter Bundesniveau, am stärksten die technische Zuverlässigkeit. Grundlegende digitale Services fehlen noch, und viele Nutzende wissen kaum, was überhaupt digital verfügbar ist.
Gießen
Nutzerklima-Index: 3,00
SUS-Score: 62,5

Gießen belegt den vorletzten Rang mit einem Profil, das über alle Dimensionen und Altersgruppen hinweg unter dem Bundesdurchschnitt bleibt – eine positive Ausnahme gibt es nicht. Die Verwaltungsservices, die am häufigsten genutzten Angebote, werden sogar noch kritischer bewertet als der ohnehin niedrige Stadtschnitt. Auch der SUS-Score liegt unter Bund und Akzeptanzschwelle, fast zwei Drittel der Bewertungen fallen in den Bereich „Verbesserungsbedarf". Durchgängige Digitalisierung, bessere Auffindbarkeit und eine funktionale Terminbuchung sind die drängendsten Handlungsfelder.
Zirndorf
Nutzerklima-Index: 2,64
SUS-Score: 56,1

Zirndorf bildet das Schlusslicht des Rankings mit dem niedrigsten NK-Index und dem niedrigsten SUS-Score aller zwölf Städte. Die Zufriedenheit bricht mit 2,13 als einzige Dimension in die Einordnung „Ausreichend" ein und liegt mehr als einen Punkt unter dem Bund. Fast drei Viertel der SUS-Bewertungen fallen unter die Akzeptanzschwelle, einige Befragte kennen keinen einzigen digitalen Service ihrer Stadt. Grundlegende Verbesserungen bei Angebotsbreite, Sichtbarkeit, Durchgängigkeit der Prozesse und mobiler Bedienbarkeit sind der dringendste Handlungsbedarf.
Alles zum Download
Bericht, Fragebogen und bereinigte Rohdaten stehen offen zur Verfügung – für Kommunen, Forschung und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Material & Daten
Gesamt-Ergebnisbericht
Bundesweite Auswertung, Methodik und alle Kennwerte.
Fragebogen (Printversion)
Der vollständige Fragebogen als druckfertige A4-Vorlage.
Bereinige Rohdaten
Anonymisiert, ohne Freitexte - für eigene Auswertungen (CSV).
Stadtbericht je Ranking-Stadt
Eigener Einzelbericht für jede der zwölf Ranking-Städte.
Wissenschaftlich fundiert entwickelt
Forschungspartner
Auch im Jahr 2027 wieder!
Ausblick

Was ist geplant?
Ablauf
Start der Befragung
Veröffentlichung Ergebnisse
- Dez.
- Jan.
- Febr.
- Mär.
- Apr.
- Mai
- Jun.
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Wie steht Eure Stadt da?
Beteiligung
Hier seht Ihr, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich in den teilnehmenden Städten am Nutzerklima-Test 2026 beteiligt haben (Endstand 30.4.2026).
Aus 251 Städten sind dabei die Rückmeldungen zusammengekommen, die die Grundlage für das bundesweite Ranking bilden. Allen Teilnehmenden ein herzliches Dankeschön!
Eure Stadt war diesmal nicht dabei und Ihr möchtet beim nächsten Nutzerklima-Test teilnehmen? Meldet Euch bei uns — wir stellen Euch die nötigen Materialien bereit und unterstützen Euch dabei, dem Nutzerklima-Test auch in Eurer Stadt die nötige Sichtbarkeit zu geben.
Nutzerklima-Test 2026
Aktuelle Teilnahmezahlen pro Stadt (Endstand 30.4.)

