Kontextuelles Interview

Methode

Motivation

Mithilfe des kontextuellen Interviews soll Wissen über die Nutzenden, bzw. den gesamten Nutzungskontexteiner Software erlangt werden. So können anschließend Anforderungen an die Software, die sich konkret aus dem speziellen Nutzungskontext ergeben, abgeleitet werden.

Durchführung

  1. Beim kontextuellen Interview geht es darum, zuvor festgelegte Fragestellungen strukturiert zu beantworten. Das Projektteam definiert daher vorab, welche Aspekte in Bezug auf das neue System wichtig sind. Der Interview-Leitfaden sollte sich daran orientieren.
  2. Die zu interviewenden Nutzenden sollten die relevanten Nutzergruppen abdecken.
  3. Das kontextuelle Interview findet bei der Arbeit der Testpersonen statt. Diese sollte möglichst realitätsnah sein.
  4. Die interviewende Person beobachtet den Nutzenden bei der Arbeit und stellt Fragen, z. B. zu einzelnen Arbeitsschritten.  Sie orientiert sich an dem Leitfaden und gewinnt Einblick in die Gedanken des Nutzers. So können Problemstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufgedeckt werden. Existieren bereits Ideen und Prototypen, können diese einbezogen werden.
  5. Nach dem Interview müssen die Ergebnisse dokumentiert werden. Dazu müssen die Antworten identifiziert und zugeordnet sowie die Erkenntnisse strukturiert hinterlegt werden

Vorteile

  • Antworten auf die zuvor aufgestellten Fragen zum Nutzungskontext
  • GGf. Dokumentation des Nutzungskontexts in Form von Fotos oder Videos.

Details

Phase:

Verstehen

Teilnehmende:

1 Interviewender, 1 Mitschreibender, 2-3 Personen pro Benutzergruppe

Zeitaufwand:

ca. 1,5 Stunden pro Interview + 1 Stunde Dokumentation

Erfahrung

UX-ExpertInnen nicht benötigt

Materialien:

Interviewleitfaden, Schreibmaterial, optional: Diktiergerät

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